Larry Bernini

Satire



Sein oder (bald)nicht mehr sein

Die Larry Bernini Satire


Die Zeiten sind nicht lustig. Früher war Krieg und keiner wollte hingehen. Heute ist Krieg und jeder der was auf sich hält fährt hin, statt ihn zu beenden. Wenn es doch nur so einfach wäre. Aber wie macht man in Zeiten von Pandemien und Krieg adäquate Satire ohne nicht in reinem Quatsch zu verfallen, um sich abzulenken. Larry Bernini weiss es natürlich wieder besser.  Doch eine Frage ist erlaubt. Ist dieser nachfolgende Text Satire oder kann der weg?

Zur Zeit ist es nicht sehr einfach unterhaltsames Gedankengut so zu verfassen, dass in dem Stück ein Grundton von Heiterkeit, Spott und Intelligenz und mindestens ein Hauch von Literatur und Kunst eingearbeitet wurde. Es gibt die Wahrheit nur noch als Ware.  Früher war der buchstäbliche Schalk im Nacken gewissermassen ein Markenzeichen eines jeden Satirikers. Meistens war der Text, literarisch anspruchsvoll und eher links angehaucht. Früher war alles in Ordnung wenn der Zuschauer nach der Satire  den Daumen hoch hielt. Ein solcher war populär war populär. Heute hat er mit populistischem Gedankengut immer Lacher und Beifall sicher. Hauptsache er zeigt dem Anderdenkenden oft genug den Mittelfinger.

Wo ist die Friedensbewegung ? Sie wird jetzt wieder von denen belächslt, die damals schon viel zu wenig Phantasie für den Frieden hatten.


Man ergötzt sich  wieder mit ungestraft  militärischen Ausdrücken und tritt ungeniert mit Tarnhosen in Fernsehdiskussionen auf. Welch eine Verrohung. Flüchtlinge werden in Kauf genommen, Nicht wenige kehren wieder zurück, weil sie kein neues Leben führen können, solange ihre liebsten kämpfen.

Hat der Feind die bessere Strategie? Wird der Feind die Atombombe werfen? Sollten wir nicht doch die ersten sein? Ist der Feind überhaupt ein Mensch. Wenn man ihn umbringt wird man als Held geferiert. Bringt man Zivilisten um, ist man ein Kriegsverbrecher. Aber sind Menschen in Feindeslad nicht nur Feinde, also gar keine Menschen. Ist man ein Kriegsverbrecher, wenn der Feind eine Frau vergewaltigt und ihren Hund tötet? Oder umgekehrt?. Es ist plötzlich wieder männlich über Waffen zu reden und eine Frau ist emanzipiet wenn sie bei diesem Unsinn mithalten kann. Sind wir schwach, wenn wir alle friedliche Lösungen austarieren? Wir sind kritisch, denken noch  quer im eigentlichen Sinne, um unkonventionelle Lösungen für die Bevölkerung aber nicht für das Volk und schon gar nicht für das Vaterland zu entwickeln. Querdenken heisst nicht mit dem Gegenstrom mitzuschwimmen, ohne zu wissen wohin man schwimmt, sondern neue Ideen entwickeln. Friede neu zu erfinden. Querdenken heisst nicht national zu denken, sondern europäisch. Aber ist jemand der für sein Vaterland bis zum Tode kämpft ein Nationalist? Oder kämpft er in Wirklichkeit nur für die Werte, die man ihm und seine Familie genommen hat.  Vor 70 Jahren besiegte man den Feind auf dem Kriegsfeld , vor 70 Tage besiegte die eine Nationalmannschaft die andere auf dem Fussballfeld, um sich danach zu umarnen und Selfies zu machen. Wir nannten das Zivilisation. Natürlich hat der Kriegstreiber immer gezündelt, aber es ist falsch zu meinen wir hätten die friedenserfüllene  Massnehmen, wie Annäherung nicht machen dürfen, weil dieser immer böse war. Wer? der Russe? der Ukrainer? der Türke, der Deutsche? Blödsinn. Es verliert eben nicht ein Staat in einem Krieg. Heutige Kriege sind nie mehr zu gewinnen. Deswegen sind alle diese Männer die ihre Kriegsmagazine wieder heraus kramen. schief gewickelt. Was für eine Alterantive haben wir zur Demokratie? Krieg bis zur letzten Bombe? Nicht umsonst merken wir es doch schon an der Sprache, die sich verändert, verroht.  Schon wird wieder vom russischen Volk gesprochen. Der Russe in seiner Natur liebt das Töten nur. Jetzt wird wieder die Notwendigkeit gesehen , dass das deutsche Volk sich aufrüstet um gegen den Feind zu kämpfen, aber nicht auf dem Fussballfeld. Ein durchgeknaller Botschafter wird nicht müde den deutschen Kanzler zu kritisieren, weil die Deutschen zu wenig für den Krieg tun. Er will Waffen, Panzer und Flugzeuge und es ist ihm egal wenn wir dabei alle verrecken. Kein Wunder dass dies auch die östlichen Partner sagen, die erst kürzlich der Nato beigetreten sind, oder der EU angehören. Sie alle haben die Not und die Notwendigkeit, warum es eine Nato gibt, nie verstanden:  Warum gibt es die Nato und was will sie. "Sie ist pazifistischer Natur" Das  heisst, sie soll Kriege verhindern, aber das auch wehrhaft. Sie soll aber nicht intervenieren. Das Wesen der Nato ist mit den Gegnern, die keine Feinde sind immer wieder zu diskutieren. Sie darf und muss alle Partner verteidigen. Deshalb ist es recht und billig, dass die Nationen sich als Abschreckung aufrüsten. Und da liegt der Kern des Problemes, was auch die östlichen Mitlieder noch nicht begriffen haben. In einer Diktatur wird das Volk  von einem Diktator beherrscht, in einer einer Demokratie entscheidet die Bevölkerung. Im Krieg gibt es keine deutsche Armee mehr, und auch keine Franzosen, die Einheiten bestehen aus den besten aller Nato-Mitglieder. Die deutsche Armee schützt also nicht mehr das deutsche Volk. Richtig ist, dass die deutschen Einheiten der Nato die  Bevölkerung aller Mitglieder schützt. Und das ist richtig so. Also schickt diese neunmalkluge verkappten Kampfexperten die sich Journalisten nennen, in Wirklichkeit sofort wieder Wehrpflicht einführen würden  wenn sie es dürften, nur sie selbst nicht zurück in ihre schmuddeligen Keller, denn sie haben die Demokratie nicht begriffen. Ja es ist Krieg und wir müssen uns dem stellen. Aber unser Ziel muss es sein, NICHT zu gewinnen, sondern den Wahnsinn einzustellen, mit aller Macht und Entschlossenheit und natürlich mit clevere Abwehrtechnik und Wehrtechnik, die Waffen unschädlich machen, aber nicht Menschen. Wir werden es schaffen, weil wir Ziele haben, weil wir innere Werte haben. Und dann wird vielleicht die Satire wieder auferstehen und fantastische Menschen wie  Kishon, Erhardt, Hüsch, Insterburg, Hildebrand oder Ulrich Roski, auf die Bühne bringen und nicht so armselige Leute auf der Rampe stehen, die Nuhr sich sehen und sichnach dem Wind drehen um ihre Grossmutter zu verkaufen.

Dabei hat dieser Krieg sehr wohl eine zukunfsträchtige Botschaft und eine schnelle Lösung. Die modernen Kriege von heute sind auch nicht mehr das was frühere waren. Sie kann man nicht mehr gewinnen, sondern nur noch verlieren. Und zwar wir alle. Es droht der ganzen Erde eine Hungersnot. Wenn das das Kalkül sein soll, dann muss man das verhindern mit aller Macht. Und wir alle wissen wer heute Macht hat: Das Internet, und wenn Musk es schafft der Ukraine  die Infos zu geben die sie brauchen, kann er dies mit seinen linken Stars doch erst recht.  Wer weiss, vielleicht kommt die surfende Enkelin Putins ins Regierungsviertel und zeigt ihrem Opi dass es da ein Riesenarschloch gäbe, der gerade seine beste Freundin in Kiew gekillt hat, mit einer Rakete. Wäre absurd. Aber welche Absurdidäten erschuf das Internet nicht?




SEIN ODER NICHT SEIN


Viele Menschen hadern momentan mit unserer Demokratie, viele sehen sie als gescheitert, andere wollen eine in ihren Augen freiheitlichere direkte Demokratie, wie das schweizer Modell. Doch haben sie keine Ahnung wie diese funktioniert, denn die Schweiz ist kein Bundesstaat, wie wir ihn kennen, sondern eher eine Konförderation von unabhängien Kantonen, in der Amtssprache auch Confoederatio Helvetica (CH) genannt.


In der Schweiz geistert immer mal wieder der Begriff "Kantönligeist" auf. Dieser leuchtet immer weider bei den Abstimmungssonntage auf. So hatte der Kanton Basel Stadt wieder einmal eine Reihe von Entscheidungen dem Stimmvolk übertragen. So mussten die Bürger entscheiden, ob Affen die gleiche Menschenrechte bekommen sollen. Meines Wissen ist die Zahl dieser Spezies rein körperlich in Basel sehr überschaubar. Was würde das für die Primaten denn dann heissen? Müssten sie für ihre Bananen (ja ja Klischee) nun arbeiten gehen?. Bekäme der grandiose Torhüter Heinz Lindner beim FC Basel nun durch den extrem gelenkigen"Heinzli" (fiktiver Name eines Affen) ernsthafte Komkurrenz? Der einzige Spieler den man in Basel ohne Skandal "Affi" nennen durfte (Stürmer Affizio Pululu) schiesst jetzt in der Bundesliga -keine- Tore. Genug der Geschmacklosigkeiten.


Und überhaupt: Ihren Job machen sie gewissenmassen schon im "Zooli" in Basel und das ist sicher kein Honigschlecken: Diese gaffende Menschen betrachten zu müssen. Soviel Bananen können die gar nicht essen, um das zu ertragen, was sie da oft sehen müssen. Heisst Menschenrechte auch dass sie eine Wohnung erhalten dürfen, heiraten dürfen, sind dann auch interhumane Ehen (Mensch-Affe), erlaubt, dürften sie dann die vielen Bananen in ein Auto umtauschen? Es soll ja Affen geben die in Zoos Menschen umher kutschieren. Und die Meinungsfreiheit. Dürfen Affen dann Demos veranstalten? Und, und und. Nein ich will das ganze nicht lächerlich machen. Ich will es nur verstehen.

Ja mag, es um Tierversuche gehen, die im Kanton Basel Stadt in den Laboren von Novartis und Roche ohnehin nieeee stattfinden. Auch in den Kliniken gibt es keine Primaten. Verstanden hat das Ansinnen im Volk nur 25%. Und das nicht nur, weil die Menschen diese Rechte dem Affen nicht gönnen würden, denn das Affen keine Sachen sind, ist jedem klar. Aber 75% sind eben dagegen gewesen. Denn was würde das praktisch ändern? Was, wenn Affen krank sind. Können sie dann selbst entscheiden, welche Pflege sie benötigen? Dann würde der gesetzliche Pfleger, der bestellt werden müsste (und den es im Zoo bereits in einer minderen Form gibt), entscheiden müssen, wie es weiter geht. Der Tierarzt wäre nicht mehr zuständig, sondern das Kantonsspital, oder ein Hausarzt. Mit Einschläfern wäre es nicht mehr getan. Der Affe müsste, wie wir Menschen bis an seinem Lebensende, mit Schmerzmittel und anderen Mittel vollgestopft und auch an Maschinen angeschlossen werden. Und das alles nur, weil man Tierversuche gesetzlich vermeiden will. Müssen diese Tiere dann Qualen erleiden, die wir Menschen als Krebs,-oder Herzpatient durchhalten müssen, bis das letzte Piepen aus den Maschinen ertönt? Und spätestens da, egal ob Mensch oder Tier, steht, was uns alle bevorsteht: Das sterben.


Der Tierarzt wird den Affen als Tier viel früher einschläfern als Akt der Tierliebe. Und alle finden es "human", das man den Tierchen die Qualen abnimmt. Und uns Menschen? Wie war das mit selbstbestimmten Sterben? Ok, ok das ginge jetzt doch zu weit. Ja ich glaube es wäre interessant, was die Affen über ihre Menschenrechte denken würden. Bei aller Tierliebe, ich glaube sie wollten Tier im Basler Zoo bleiben wollen. Hat das Basler Stimmvolk richtig zum Tier oder Menschenwohl gehandelt? Ist dieses Beispiel am Ende nur ein Beweis, dass ein solches Ansinnen in Deutschland nirgends durchkäme und unsere Demokratie und vor vielen Entscheidungen schützen würde? Das schweizer System hat sicher viele Vorteile. Aber wie kommt so ein Ansinnen überhaupt zur Abstimmung? Eine "Denkfabrik" war es die ein "juristisches Experiment" wagte. Ah ja, dafür kann man also diese direkte Demokratie der Schweizer auch missbrauchen. Immerhin wissen wir dass jetzt wenige Aeffchen in Basel weiterhin Tiere sind. Und das ist gut so. Es gibt nämlich Millionen von Hunde und Katzen, die schon lange von ihren "Mamis" als ewige Babies verwöhnt werden. Da braucht es keine Volksabstimmung, die machen es einfach.




Der Schalk Gottes

noch ne Satire

von Larry Bernini


Erst wenn der letzte Gag verkackt wurde, die letzte rassistische Aeusserung, der letzte Anflug von Sexismus durch die Halle, die noch traditionsgemäß „Saal“ heißt, und der Samstagabend lachend und kopfschüttelnd restlos vergeigt wurde, werdet ihr merken, das Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Mein Gott haben wir das vermisst.


Am Samstag abend fand ein Jubiläum statt: 40 Jahre „Wetten dass“ im ZDF. Und wäre das Ganze nicht vom frränkischen Hampelmann mit dem blonden Lockenköpfchen inszeniert worden, hätte kaum jemand davon Notiz genommen. Doch da war der Schalk Gottes  persönlich zugange und mit seiner eigenen Art von Korrektheit, der alles ungerade läppisch eben mal gerade biegen kann, und so wurde ein Jubiläum gefeiert, welches gar nicht gibt. Denn die Sendung gibt es seit Jahren nicht mehr. Aber Gottschalk richtet es und 14 Millionen Geräte und vermutlich  doppelt bis dreifach so viele Menschen starren in die Glotze. So als gäbe es kein Internet, keine Hetze und keine neuen Medien, die ihre eigene Welt geschaffen haben und nun meinen, die restliche Welt durch Lügen und Manipulation auch noch zu gewinnen.


Als habe die deutsche Gesellschaft keine anderen Probleme und immer noch Sinn und Verständnis für den linken Oberschulhumor des letzten Jahrhunderts, wollte das „Saal-Publikum“ (nennt man das heute nicht Crowd, oder frränkisch Krraut?) den „Tommmi“ gar nicht mehr anfangen lassen. So lange gab es „Standing orgasmic Ovation“ und „Oh wie ist das schön“-Gesänge, als sei endlich mal wieder Deutschland Weltmeister geworden. Und gewissermaßen war es ja auch so. Na gut, Weltrekord war es sowieso. Denn welches Völkchen leistet sich in dieser schnelllebigen TV-Welt eine 3-stündige Salve an geschmacklosen Wetten und Sprüchen in dem der Showmaster sein Publikum mit einer nassen Klobürste katholisch segnet ("keine Sorge es ist Mineralwasser") und diese dann auch alle lustig finden? Keine Pfiffe, kein Raunen, sondern nur schrilles lachen und klatschen. Sogar der Verfasser dieser Zeilen war hell amüsiert. Ist es das das selbe Volk, bei dem eine emanzipierte Grüne ihre Kandidatur zur Bundeskanzlerin dadurch vergeigt,  weil sie mit ihrer schnellen grellen Stimme statt Kobalt Kobold trällert,  Zeugnisse angeblich fälscht, nur weil sie die alte Bezeichnung ihrer Ausbildung verwendet und Allgemeinthesen nicht ausdrücklich zitiert, obwohl der vermeintliche Autor genauso wenig Urheber dieser Sätze sein kann, weil diese Allgemenheiten seit Jahrzehnten umherschwirren. Auch wenn der vermeintliche Autor später zugibt dass er gelogen habe um eben diese Frau zu verhindern was ihm gelungen ist. Spielt keine Rolle, Schwamm drüber. So jemand kickt man raus, macht sie der Lächerlichkeit preis, obwohl diese Politikerin die einzeige  war die den ernst der Lage früh genug Raum bot. Das Volk will belogen werden und das weiss auch der Tommi....


Aber der Tommi, ja der Tommi, bei dem würde man einfach weiter lachen. Und das Volk lacht genüsslich und enthemmt, über sich selbst oder wenn der Tommi seinen Mülleimer aufmacht und dort übelriechendes Gummi mit „3 kleine Italiener“ vorfindet, obwohl seine ähem Assistentin derren Sprache spricht. Der Tommi darf das. Er schiebt die zierliche falsche Blondine hin und her, achtlos, wie ein Ball der im Weg steht. Egal. Der Tommi ist dem möglicherweise zu erwartendem Shitstorm, „so sagt man das ja heute“ viele Lichtjahre weit entfernt, weil er mittlerweile in einem Alter angelangt sei, in dem das für ihn völlig wurscht“ sei. Diese Sätze sind als Drohung und Intro zu verstehen. Gleich von Anfang an macht er klar: „Ich mache für Euch 3 Stunden lang den Clown kassiere Euer Geld und wenn Euch das nicht gefällt, könnt ihr mich kreuzweise“ .Rückblickend hat er damit nicht zu viel versprochen.


Ja so routiniert hatte auf einen Shitstorm zuletzt Franz Beckenbauer reagiert, als die Zeugung seines 150. Kindes von seiner 40. Frau (die gut und gerne seine Enkelin sein konnte) bekannt wurde, der belustigt sogar den „Herrgott“ dafür lobte, dass ihm sowas unfassbar schönes beschieden sei. Andere hätten diese Frau zur Abtreibung gezwungen und sich verleugnet. Der Franzl steht zur Frau und nutzt diese „Gnade“ schnell zur Nachricht, dass er sich von der bisherigen Frau scheiden lassen müsste, noch ehe diese wusste, wie es ihr geschah. So kündigen sich nur Weltmeister an, so wehren sich nur Weltmeister, weil sie damit jegliche Form von Vorwürfen und Schuldzuweisen zuvorkommen. Da hat die Presse keine Chance. Ein Showmaster, dem es nach 5 Minuten Applaus zu bunt wird und sich dann gemütlich auf die Couch setzt und das tobende Volk sich selbst überlässt. er beginnt sich privat zu unterhalten. Der Franzl und der Tommi, die dürfen sowas und das Publikum dankts mit Applaus. Eben wie ein Weltmeister. Mit so einer völlig gleichgültigen Haltung erstickt Thomas Gottschalk alle Kritiken beiseite, noch ehe die erste Wette geschlossen wurde.

Und damit hat er alle Geschmacklosigkeiten des Abends legalisiert, die noch kommen sollen und werden und ermöglicht endlich wieder, dass das Publikum auch schamlos über Dinge lachen kann, die heutzutage in dieser falschen Gesellschaft verpönt sind. Über sich selbst.  Endlich darf mal wieder das Gendern nach Herzenslust vergessen werden, der Tommi macht sich nicht einmal entfernt die Mühe komische Pausen in Worten zugießen und sich einem unnatürlichen Deutsch auszulassen. Er spricht, wie ihm sein Schnabel gewachsen ist. Und da macht es auch gar nichts, wenn Gottschalk den Vornamen einer Z-Prominenten vergisst, dass dem Programmdirektor, der natürlich in der ersten Reihe zu sitzen hat, den Atem verschlägt. In Zeiten in denen bei TV Shows von heute das Essen von Kakerlaken zum guten Tone gehört, indem Sänger sich in Puppenkostüme verkleiden müssen und das Publikum längst Teil der Klangkonserve wurde, weil sie gar nicht stattfindet, mutet sich die Einblendung, dass das Publikum und die Darsteller natürlich geimpft, genesen und getestet seien so unwirklich an, wie die Tatsache, dass der Möchtegern Star Kimmich, zumindest das eine nicht ist, und  sich nie in die Reihen der Weltmeister einreihen wird.


Wer meint, dass „Wetten, dass?“ ein Format sei, welches nicht mehr in diese Zeit gehört, mag ja recht haben. Aber das sind die Opa und Oma Songs des neuen ABBA-Albums mit den senilen Stimmen der Omas ja auch nicht.  Sie werden pünktlich zu Weihnachten die Gabentische dieser Welt fluten.

Immerhin ist der Unterhaltungspart der Sendung gewohnt so vielfältig ausgewählt, wie früher auch (Musicalpart mit lieblos zusammengebastelten Plastik-Vierbeiner, alte Schlagerfuzzis  erfreuen sich über den noch älteren Lindenhügel, der einst auf der Andrea Doria rein Schiff machte, und wem bis heute die Stimme der Fischers Helene als „der einzigen deutschen Superstars“ nicht gefiel, der mag wenigstens überrascht gewesen sein, dass ihre wirklich schöne Stimme den dargebotenen ABBA-Song, sogar  noch veredelte. Und sie zeigte wie Tommi ihre große Klasse, wenn sie sich routiniert über den ein oder anderen Textausfall hinweg lachte. Weltmeisterverdächtig. So konnte man direkt die neuen ABBA Songs mit ihren leicht vermodernden Altenheim-Geruch und den modrigen Stimmen der ABBA-Omis vergessen. Ach Benni und Björn, hättet ihr lieber die Songs mit Helene aufgenommen. Unter dem neuen Kürzel-Namen „BH“ (Björn, Benni und Helene) würde wenigstens etwas Sex in die Lieder kommen. Und für Helenes Baby wäre dann auch noch ein bisschen Altersvorsorge eingeflossen, noch ehe es geboren wäre. Das ist nicht einmal dem Franzl gelungen.


Aber das Lachen des Publikums hat Gründe, und zwar ernste. Denn dem geschundenen Volk ist durch Corona das Lachen vergangen. Hass und Zwietracht sind durch den Tommi wenigstens für ein paar Minuten verstummt und das war sooo erholsam, dass man sich sowas gerade nochmal wünschen würde. Ehrlich.

Und hätte er am Schluss noch eine Laterne herangeschleppt und mit des Fischers Helene „Lilli Marleen“ im Duett geträllert, es hätte zu der deutschen Stimmung gepasst. Denn wir sind im Krieg. Leider haben ein Drittel der Bevölkerung vergessen, gegen wen wir gerade kämpfen. Nicht gegen ein korruptes System, sondern gegen etwas viel kleineres, unsichtbareres: Gegen ein Virus, welches uns entzweit und in eine ernsthafte Krise stürzen könnte: Covid19? Das meinte ich zwar auch, aber es ist der egoistische Hass, der alles zerstört der uns zu Menschen macht.


Ach ja, gewettet wurde auch noch, und zwar so unterirdisch, dass sogar Frank Elstner als Zeuge gerufen werden musste, der gleich für eine Wiedereinsetzung, „wenigstens“ einmal pro Jahr warb. Tommie hätte sich nie zu so was herabgelassen und der Programmdirektor mit dem nicht minder historisch befrachteten Namen Himmler hätte nicht unmittelbar nach dem Schluss „das totale Ende der Sendung“ zurück genommen. Also „Wetten dass? Auch im nächsten Jahr? Sind wir bescheiden geworden. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

 


Wasili was?

oder wie ich lernte, den Astra Impfstoff zu lieben


„Wasili  was?“, fragte meine Grundschul- Lehrerin Frau Bernauer in der ersten Klasse, wenn sie uns Dummköpfe zum x-ten Mal was erklären musste, während die 5 anderen in der Klasse entweder sowieso schon alles wussten oder erst gar nicht anfingen zu kapieren, weil sie Hopfen und Malz erst gar nicht gefunden haben („Wasili was“ ist die Verniedlichung der Frageform in der alemannischen Mundart). Übrigens bin ich einer der wenigen Schüler, die von Anfang an in einem Gymnasium nicht aber in einer Grundschule eingeschult wurden. Ok, nicht weil ich so viel Körner in der Schale hatte, die Schule hieß nur so („Altes Hebelgymnasium“, Grund und Hauptschule).

Wasili was, sagte ich heute instinktiv, als ich zum achten Mal jemand erklären musste, was das für ein „Kuddelmuddel um Astra“ sei.

Mal sei es für die Alten Knackis verboten und nur die Jungen bekämen das. Nun sind aber ganz viele junge Frauen gestorben, und der Impfstoff oder wie alle der 80 Millionen Amateurvirologen sagen „Vakzin“ (kann man es auch „Fuckzin“ schreiben?), sei aber für die über 60-Jährigen geeignet und die sollten sich nun darauf impfen lassen. Wasili was, heißt das nun, dass es ein staatliches Altenentsorgungsprogramm (SAEP) gibt? Wer blickt denn in dem Durcheinander noch durch?


Hatten die Verschwörer denn nun recht, die immer „prophezeiten“ (ein besonders oft gebrauchtes Wort dieser Schwurbler, wenn sie ihre Dummheit zum Besten geben) das Impfen sei nur da, Menschen zu entsorgen, und um die anderen mittels eingespritzten Chip vom Bösewicht Bill Gates noch mehr abhängig zu werden, damit er noch reicher würde. Ja geht denn das? Wenn er all unser Geld nimmt, und wir gar nichts mehr haben, fällt da nicht die Wirtschaft in sich zusammen und die Werte würden wertlos, eigentlich schon, oder kann er nicht schon längst uns alle kontrollieren, denn jede Kasse jeder Computer haben doch schon seine Chips eingebaut und jeder Computer und sei er noch so klein hat einen da daa dadadaaa intel chip verbaut. Also bröuchte er das ja gar nicht, er könnte uns wenn er wollte schon längst kontrollieren. Macht er auch, ganz sicher, er weiss welche Nudeln wir essen, welche Pornos wir uns runterladen (wir, niee) und was wir rauchen (Vorsicht Kiffer), nee das nicht. Aber egal, das sagen die Querdenker und die müssen das ja wissen. Warum eigentlich? Sind sie die neue Macht? Ist das früher von mir gerne benutzte Wort Querdenker, wenn es um mich ging, nicht eine Geheimabwandlung vom Begriff QUANON aus den USA?  Eine liebe Freundin aus einem Alpenland wunderte sich neulich, warum diese böse geheime Verschwörung, die die so lieb gewordene alte Welt mutwillig zerstören will, ausgerechnet von den Allerdümmsten, die erst mit Internet zu ungeahnten Höhenflüge ansetzt, erkannt wird. Etwa weil sie nun eine Mehrheit im Facebook bilden kann und von Qu besser kontrolliert werden kann? Egal. Aber warum schreibe ich immer so lange zusammengesetzte, aber letztlich sinnlose Sätze? Weil die Schwurbler Erfolg mit dem Schwurbeln haben, deren Texte am Ende auch keiner mehr liest.  Das ist die Grundtechnik des Schwurbelns; bringe ein klarer Fakrt und ergänze ihn ohne Punkt und Komma mit dem allerdümmsten Blödsinn, das erzeugt den Eindruck des Wissens, am besten man ergänzt es mit Aufzählung wie: „…man hat uns gesagt, die Erde sei eine Kugel, …man hat uns gesagt der Ball sei rund und nach der hundertsten Aufzählung kommt der Knall: FALSCH, FAKE, BETRUG, lasse dich nicht in die Irre führen, die Erde ist eine Scheibe…“, und als Belege für die Richtigstellungen wird dann ein Buch beworben („Die Wahrheit der Lüge“,2021, Prof. Dr.  Khackti, 8 Seiten und einem 224 seitigen Nachdruck von Hitters Krampf, gebunden, mit Goldeinband für nur 108 Euro) und so weiter….

Wasili was? Was hat das ganze mit Astra Zeneca zu tun? Äh nichts, aber das ganze Geschwurbel um Astra Zeneca hat ja auch nichts mit Astra Zeneca zu tun.

 (ok nun zu den Fakten, quasi “the great Reset” meiner Satire)

Onkel Bernini erklärt, warum der Impfstoff Vaxzevira, ein guter Impfstoff ist, und warum es so viel Wirrnisse gab.


Vaxzevria ist der Handelsname des Impfstoffes ChAdOx1 nCoV-19 (muss man sich nicht merken), mit dem Molekülnamen AZD 1222, der von Astra Zeneca vertrieben und von der Oxford University entwickelt wurde. Die Grundstoffe und das Grundprinzip des eher konventionellen Vektorwirkstoffes ist seit Jahren gut erforscht und bekannt

Deshalb ist dieser Impfstoff auch grundsätzlich gut erforscht und entspricht allen Voraussetzung für eine Zulassung bei der EMA. Die Namensänderung hatte also nichts mit dem Problemen zu tun, es sollte auch nichts vertuscht werden. Tatsächlich hat jedes Medizinprodukt neben dem Molekülnamen auch einen Handelsnamen, der von Anfang an offiziell angegeben ist. Wurde wohl von, wer wohl, Astra Zeneca verschlampert. Und wer hat das verschuldet? Die Schwe…den. (Lachpause) Ok sorry, war kein guter Witz.

Leider hatte der Distributor Astra Zeneca auch sonst einige Webfehler eingebaut, was mit der Qualität des Wirkstoffes NICHTS zu tun hat. Weil die Oxford University nicht das Geld hat, ihren Impfstoff zuzulassen geschweige denn in Milliardendosen zu produzieren, suchte man sich einen großen Partner der dies übernehmen sollte. Das wird seit Jahrzehnten so gemacht, seit die Multipharmafirmen ihre Forschungsabteilung aufgelöst hatten, und sich durch Zukauf  neuer Wirkstoffe sich ganz auf Zulassung, Vermarktung, Produktion und Gewinnmaximierung konzentriert. Da aber passierte der erste Fehler. Die Zulassungsinstanz EMA (European Medicines Agency) gilt als die härteste Prüfungsinstanz der Welt. Deshalb lieferte Astra Zeneca die ersten Dosen in die USA, weil die dortige Instanz FDA eher als lascher gilt. Die Briten, durch den Brexit gebeutelt, ließen durch ihre Instanz den Wirkstoff noch vor dem Brexit zu, damit sie schnell an den Wirkstoff kamen, denn er wird in den EU-Länder produziert. Daher wurden Riesenmengen an Impfstoff von einem EU-Land in Nicht EU Länder transferiert, OHNE auch nur einen annähernden Hinweis über die Wirksamkeit zu haben. Hauptsache schnell musste es gehen. Denn die EMA für ihre laaangsaame Gründlichkeit bekannt, hatte mit diesem Impfstoff ein Problem. AstraZeneca vergaß Forschungsunterlagen von Patienten über 65 Jahren bei zu legen. Sowas kommt immer wieder vor, dann schickt die EMA eben eine Monierung und der Zulassungsprozess verlängert sich um Wooochen. Das war in diesem Falle aber fatal, denn die Margen waren längst verkauft und geliefert und warteten auf deren Verwendung.

Deshalb musste in den EU-Ländern die Verimpfung gestoppt werden. Die EMA sprach zwar die Zulassung dann doch irgendwie aus, aber eben mit der Auflage, die Ergebnisse für die Unbedenklichkeit der Altersgruppe 65+ schnellstmöglich nachzuliefern. Wir Deutsche sind ja auch besonders gründlich. Und so kam das Paul Ehrlich Institut, die in Deutschland für die „Empfehlung der Verwendung“ der Impfstoffe zuständig ist, zu dem Schluss, eben dieses nicht zu tun. Millionen Dosen des Wirkstoffes lagen auf Halde. Die Menschen schweissgebadet von der  Agnst vom Virus getroffen zu warten schmorrten vor Wut. Astra Zeneca arbeitete schnell  und brachte die erforderlichen Unterlagen bei, sodass nach wenigen Tagen die Impfung wieder fortgesetzt werden konnte. Doch nicht für lange. Leider hörte man im weiteren Verlauf immer wieder von Komplikationen mit dem Impfstoff. Nebenwirkungen gehören dazu, sonst kann man die Wirkung ja nicht erkennen. Manche sind schwieriger, manche harmloser. Nahezu 60% aller Impflinge haben die harmlosen Nebenwirkungen. Richtige Komplikationen gibt es selten, Todesfälle kaum. Es kommt aber in erster Linie darauf an, wie sich der Patient vor der Impfung verhält  „Wenn jemand täglich sein Päckchen Zigaretten raucht, eine oder zwei Flasche Wein (fürs Herz) trinkt, ein halbes Röhrchen Schmerztabletten mit ebensovielen Antidepressiva zerstampft einwirft und dann noch ein Aufputschmittel (z.B freiverkäufliches Grippemittel) VOR der Impfung konsumiert, kann sich gleich aus dem Fenster eines Hochhauses werfen“, meinte jüngst ein Professor. Man sollte also auf jeden Falle mit dem Hausarzt darüber sprechen, ob man sich jetzt impfen lassen soll oder später und wie man sich vorbereiten soll. Dann klappts auch mit dem Impfen. Leider war das bei vielen Patienten nicht der Fall. In den Pflegeheimen waren viele Daten nicht bekannt, Hauptsache es wurde geimpft. Bei Komplikationen gab es daher immer wieder Stimmen, die behaupteten es sei dem Impfstoff geschuldet. Um es zu verkürzen, bislang waren von den insgesamt 4 Millionen geimpften Leuten ganze 30 Menschen mit gefährlichen Komplikationen gemeldet worden, 9 davon verstarben. Das sind zwar nur 0,0002 Promille aller getesteten, aber jeder einzelne Fall wurde bei der Blödzeitung und dem Internet (was irgendwwie das gleiche ist) genüsslich zermalmt. Es ist wahrscheinlicher auf dem Matterhorn von einem blaulackierte und von einem Schimpansen gesteuerten Panzer überrollt zu werden, als von der Impfung getötet zu werden.

Aber die EMA ist gründlich, sehr gründlich, und deshalb wurde ein Warnbrief verfasst und auch das PEI warnte vor dem Impfstoff. Und welcher war es? Der von Astra Zeneca, die wieder, dieser Schlampladen? Wohl bemerkt, wir reden von 30 Menschen von allen, da ist es wahrscheinlicher auf dem Matte…. Sie wissen schon. Aber was war der Grund? Es waren Hirnthrombosen. Spezielle Thrombosen die nur ein Bruchteil „gebärfähiger Frauen“ betreffen. Nun lässt die EMA prüfen, ob diese Thrombosen auch schwangere Männer betreffen könnten. Wohl bemerkt die Sicherheitsstandards sind so dermassen hoch, dass sogar 0,0002 Promille eine Prüfung erfordert, denn hinter jeder zehntel Promille steckt auch ein Mensch.  Solange dies nicht geklärt ist, wird die Impfung für diese Altersgruppen ausgesetzt. Und der Wirkstofff weiterhin mit Dreck beworfen. Und zwar nicht mit 0,00002 Promille Dreck, sondern gleich Kübel weise.


Wer bleibt übrig, wer darf also geimpft werden? Ja richtig: Die Altersgruppen ab 60 Jahren, kurioserweise also die die Astra Zeneca am Anfang schlicht vergessen hatten. Was jetzt: Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln? (Bild: Nackte Kartoffel beim Impfen von Fuckzefira von Schlampp-Pharma Aehnlichkeit mit einer noch lebenden Pharmafirma wäre rein zufällig und tät uns leid.). Man kann also Astra Zeneca vieles vorwerfen, Schlamperei und gegenüber der EU unlautere Lieferpraktiken, aber das betrifft nicht der Partner Oxford University. Sie haben einen „great Job“ abgeliefert. Ehrlich. Aprpos ehrlich? Und das Paul Ehrlich Institut, die schon wieder die Impfung nicht empfehlen können? Wissen die was für Bärendienste sie gegen das Impfen und für das Schwurbeln fabriziert haben? Und die EMA? War es wirklich nötig, wegen den paar Frauen, andere die jetzt keinen Impfstoff bekommen im Dunkeln zu lassen, vielleicht sogar den Tod des ein oder anderen in Kauf zu nehmen? JA, denn diese Frauen sind unwiederruflich tot, bei den anderen weiss  man ja nicht was passieren könnte.

Bei jeder guten Satire käme jetzt noch eine Abschluss-Pointe. Heisst das jetzt sie sei nicht gut? Ok. Die fehlt heute , denn sie ist zur Osterruhe nach Niederösterreich gegangen. In diesem Sinne……..




Das Milchmädchen, der Wille des Menschen und sein Himmelreich


Es ist kaum zu begreifen. Viele Menschen fordern die Lockerungen des Lockdowns, weil "sie nicht mehr können". Das mag ja verständlich sein, mir geht es nicht anders. Der Staat hat aber gegenüber seinen Menschen, eine Sorgfaltspflicht in Notfällen , was viele Garantien im Grundgesetz aufhebt. Das wissen viele nicht, und deswegen empfinden sie es als Diebstahl der Freiheit (Apropos Diebstahl; War da nicht was?). Wir sahen vor einigen Tagen ein willkommener Rückgang der verhassten Infektionszahlen. Gleichzeitig wurden Mutanten gemeldet (Bild zeigt unser Chefvirologe bei der Isolation eines Mutanten).

Anstatt sich zu freuen und besonders vorsichtig zu sein, um die Seuche klein zu halten, wollen die Leute von der Gefahr nichts mehr wissen. Sie gehen raus und missachten die Regeln. Lauterbach klagt schon wieder eine dritte Welle herbei. Mag er recht haben, aber das ist noch nicht die dritte Welle, die gerade wieder losgeht, sondern die zweite Welle der Dummheit. Denn es geht los: Die Armut der Menschen in Mallorca wird mit der Reisesucht der Menschen bekämpft, die „nicht mehr können“. Aber es reicht wohl, um die diese bezugsfertige  Insel wieder so zu invasieren, wie früher, als ob nichts gewesen wäre, kein Hotspot noch vor wenigen Wochen.


Und jeder freut sich: Die Mallorcaner (oder Mallorcinesen?) zusammen, die notleidenden deutschen Fluggesellschaften  und natürlich die Urlauber, die sich jetzt Tröpfchen für Tröpfchen infizieren. Mehr als 10.000 Covid19-Krieger-Flieger heben in Richtung Ferieninsel ab. Gut die Infiziertenrate ist derzeit unter 20 und so scheint ein Urlaub auf der Baleareninsel gefahrlos. Aber das Milchmädchen rechnet wieder: Hatten wir vor 3 Wochen nicht eine ähnliche Infiziertenrate, und war die Insel nicht erst vor kurzem ein Hotspot?. Alle wissen, was passiert, und trotzdem nehmen sie es in Kauf. Es ist nur eine Frage, welche Mutanten sich am schnellsten weiterentwickeln. Doch was nimmt man nicht alles in Kauf. Die Inselbewohner freuen sich auf Einnahmen und die Lufthansa ebenso.


Und wahrscheinlich kommen weitere Lockerungen in den Städten. Wahrscheinlich nimmt man weitere Tote in Kauf, damit auch in Deutschland so etwas wie ein normales Leben entstehen kann. Und es wird so wie letztes Jahr sein. ich werde wieder gescholten, weil ich zu schwarz sehe, und dann, wenn es so weit ist, und der Fall eingetreten ist, sieht man dass meine Prognose viel zu schwach war. Ich hatte damals im August für November 2020 mit täglich 7.000 Infizierten gerechnet, und fand das ungeheuer hoch. Es wurden 30.000 Infizierte. Deshalb bin ich jetzt vorsichtig, obwohl, wenn es nun wieder losgeht, dann haben wir keine Massnahmen mehr. Der Lockdown ist ja ausgereizt. Und die Notbremse hat nur einen Sinn, lasst den Leuten ihre angeblichen Freiheit, bis sie sich infizieren. Wir wurschteln jetzt zwischen Notbremse und Lockerungen so dolle hin und her, dass keiner mehr weiss, was eine Notbremse und was ein Lockdown ist. Bis hin zum Notbremsen-Lockdown. Aber die Menschen wollen es so, und der Wille ist des Menschen Himmelreich und das ist wohl jetzt wörtlich zu nehmen. Vor 10 Jahren fragten wir uns zum Beispiel bei dem Krankenhauskeim, wieviel Tote es braucht , bis der Staat etwas  unternimmt. Heute müssen wir unsere Gesellschaft fragen, wieviel Infizierte, Totkranke und Tote wir uns leisten wollen, bis wir vernünftig werden, und nicht die Politiker schelten, wenn die so lange nicht die Läden aufmachen, sondern uns an die eigene Nase heben. Und so vergessen wir dass es irgendwann mal eine Herdenimmunität durchs impfen geben sollte


..also das Gespräch heute morgen lief so ab


"Ja die Menschen haben Recht, Es muss was getan werden. Wir müssen endlich wieder leben, Mensch sein, in die Schweiz zum Ski fahren, oder nach Frankreich zum Wein trinken. Und da ich von der Politik nichts erwarte, habe ich heute morgen das Heft selbst in die Hand genommen und mit dem Corona Virus persönlich gesprochen. Das war sehr schwer weil es sehr beschäftigt ist. Der Terminkalender sei übervoll, aber ein paar Minuten habe es schon für mich Zeit.


Ich habe es gefragt, ob es nicht auch mal eine Pause machen wolle, die Menschen können nicht mehr, sie wollen endlich wieder raus, in die Kneipen gehen, saufen, die Kinder in die Schule schicken Geld verdienen, schicke Autos kaufen und nicht zuletzt Kontakte knüpfen, schliesslich wollten sie sich ja auch vermehren. Eben all das was der moderne Mensch als Leben verstünde. Und so ein Lockdown verhindere zumindest die neuen Kontakte der Menschen, und via Internet ginge das ja schlecht.


Das Virus meinte, es könne die ganze Aufregung nicht verstehen. Die Menschen lebten doch in einer

Demokratie.

Niemand könne ihnen was verbieten, schon gar nicht die Politiker. Sie sollten sich ein Beispiel an der Befreiungsbewegung "Querdenker" nehmen. "Jaaja", schrie das Virus euphorisch, so könne es weitergehen, aber im Winter ginge es auch so ganz gut. Das Virus empfahl den Menschen dringend, sie sollten auf diese Experten, wie Bhakti, Wodarg und andere, hören und sich gegen diese diktatorische Strafmassnahmen wehren.

Ja, mit aller Kraft wieder raus gehen, und machen was es (das Virus), pardon sie (die Menschen) wollen.


Aber wenn das so komme und alles wäre wieder offen,  müsse es jetzt das Gespräch beenden, neue Arbeit würde warten, sich vermehren strenge sooo an, zumal der andere vernünftigere Teil der Menschen ihm schon arg zusetze, mit all dem Firlefanz, wie AHA-Regeln, oder Impfen. Was solle das? Zum Glück meinten einige das Zeugs sei giftig. "Ja, stimmt, also nur nicht impfen lassen, Impfen tötet", meinte das Virus besorgt. "Lebe für den Augenblick, solange du es noch kannst", lachte das Virus augenzwinkernd und mit lüsternem Tone.

Und sich zurückziehen? Jetzt? Ausgerechnet jetzt? Ja, lachte das Virus, dafür sei es noch zu früh. Von dem Sprichwort man solle aufhören, wenn man am erfolgreichsten ist, halte es nichts. Es habe ja noch Alternativen, zum Beispiel Afrika, da könne man sich ingeniert weiter verbreiten, normalerweise interssiere sich ohnehin, pardon, kein Arsch der Welt, was dort unten passiere. Aber das sei ja nur ein Notplan. Und soweit sei das Virus noch nicht. Jetzt gelte es erstmal seine Muonkels und Mutanten aus England zu begrüssen, die hätten noch Saft und Kraft in den Virlenden (übersetzt Lenden des Virus). Und damit es so bliebe sollte ich lieber auf die alternativen Experten hören. Die Menschen seien überfordert und depressiv. Kolaterfifischaden oder so.


"Oh," lästerte das Virus hämisch. als ob es nicht genug Menschen gäbe, da machten doch diese paar 100 Millionen Tote, die es noch brauche, bis es satt sei, nichts aus. Aber jetzt habe es genug geredet. Dann verabschiedete sich das Virus mit einem dreifachen "Lockert, lockert, lockert in diesen verrückten Zeiten*. Dann verschwand das Virus wieder in einem Menschen. Aber da war nur ich.

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